Kitogani hat mich wieder!

Schön wieder da zu sein! Vorallem das tropische Wetter hab ich sehr vermisst. Aber auch die Projekte wieder zu sehen, wie sie sich entwickelt haben und daran wieder weiter arbeiten zu können. Und natürlich freu ich mich auch wieder auf die Familie, die einen immer herzlich im camp willkommen heisst!

Wir durften bei Zainab kochen und beim fladen (ähnlich wie pizzateig) und Gemüse kochen helfen.

Meine zwei „Brüder“ sadam und minimo! Schön sie wiederzusehen 🙂

Am Strand in paje is mal wieder paradiesisch

Zu nem ähnliche Zeitraum kamen noch Denise, Merle, Marion und Cosima. Zusammen mal bissl in ner Art Gärtnerei mitgeholfen und tubes gefüllt.

Aber auch die charawe Schule geht weiter und wir sind mit dem streichen im Endspurt.

Leider ist die Koordinatorin Ludivine mittlerweile gegangen, weshalb seit einem Monat der Spanier Rafa das camp „leitet“

Schon vor ein paar Monaten haben wir uns eine Höhle in der Gegend angeschaut um den Bewohnern zu helfen diese für den Tourismus zu öffnen.

Die Tage waren wir auch an einer Schule und haben kiddies beschäftigt (davor ein paar spiele und Lieder überlegt)

Ich mach nochmal mit den anderen (+Giovanni der auch zu Besuch auf der Insel ist) die Mangroven-kanu Tour.

Da ich ja leider keine Kamera mehr hab, probieren wir mit Denise‘ Nachtaufnahmen. Meeega, wie man einfach die Milchstraße sieht!

Und zum Schluss hat Mohamed noch eine Art Abschiedsfeier organisiert und wir sind auf der Ladefläche von nem kleinen Laster nach michamwi an den Strand gefahren zum Sonnenuntergang schauen 🙂

Das letzte mal ging es auch noch nach stonetown, die Stadt nochmal auf mich wirken lassen und letzte Mitbringsel shoppen. Wohnen will ich hier aber immer noch nicht…

Und schlussendlich muss auch hier wieder irgendwann Abschied genommen werden.

Ein halbes Jahr voller Abenteuer, interessanter projekte, auf und abs, neuer Bekanntschaften und atemberaubender Flora und Fauna geht zu Ende und am Ende war es noch ein wenig tränenreich auch wenn es mich wieder zurück in die Heimat zieht und ich Freund(e) und Familie vermisse.

Asante sana und kwaheri du verrücktes und schönes Tansania! Wer weiss, vllt schaff ich es doch nochmal her.

Karibu Viktoriasee!

Nach einem kurzen stop in Moshi gehts mit Pascal, Isabel und Sara (ne andere voluntärin aus Moshi town) mit dem Bus und 15h Fahrt zunächst nach Mwanza an den Viktoriasee. Dort wohnen wir bei Mama Kilala/ Herta, ner 75 jährigen Deutschen die schon 50 Jahre in Mwanza wohnt und ihr Haus an Gäste mitvermietet 😀 Sehr schrullig die Gute aber total lieb. Und hammer selbst gemachtes Essen!Mwanza selbst ist die zweitgrößte Stadt in Tansania und hat wie jede Großstadt den Kontrast von reich und arm…

Sehr bekannt ist hier der „Bismarck rock“. Überhaupt hat es hier überall richtig viele Felsen zwischen denen auch Häuser gebaut sind (siehe oben)

Von links: ich, Sara, Isa, Pascal

Wir haben mit der Fähre den kleinen Ort Kamanga besucht, sind bisschen gewandert und haben Reis und Spinat mit sehr kleinen fischen gegessen. War aber echt fein!

Und abends den Sonnenuntergang am rock bestaunt

Am nächsten Tag gings zum “ nane nane“ fest (–>8.8.) was das fest der Bauern ist und wie ein Volksfest bei uns ausschaut. Nur ohne Fahrgeschäfte. Dafür mit Bühnen und vielen vielen Marktständen und am Rand ein paar Felder mit Gemüse und Möglichkeiten Saatgut und alles was dazu gehört zu kaufen. Auch Hasen uns Hühner.

Von Aubergine bis Baumwolle alles dabei

Ausflug auf die Insel Ukerewe

2 Tage haben wir am Schluss noch auf Ukerewe verbracht (welche bekannt ist um vielen Albinos Schutz vor Verstümmelung zu bieten). Dort sind wir auch einfach nur viel durchs Örtchen gelaufen und haben es auf uns wirken lassen.

Nach langem suchen doch noch n kartendeck gefunden (mit Michael Jackson drauf!) mit dem wir dann umgewandelt „wizard“ gespielt haben.

An meinem Geburtstag gabs überraschend am Morgen n Kuchen mit Ständchen 🙂Den Tag über waren wir mit nem guide bei nem älteren Herrn, dem „storyteller“, der uns was über die Geschichte Ukerewes, sein eigenes Mitwirken bei der Unabhängigkeit Tansanias, allgemein Kolonialzeit und das Leben auf dem Dorf erzählte. Sehr spannend und mega süß wie wir zusammen unter dem Orangenbaum saßen, wie Opa und seine Enkel_innen!Mittags lecker Fisch gegessen und dann weiter mit dem guide auf ne Fahrradtour, vorbei an nem Dorf Hafen und zum Abschluss auf n Hügel mit toller Aussicht und Sonnenuntergang.Am letzten Tag sind Sara und ich noch auf den Markt um ein paar viktoriabarsche zu kaufen und anderen in moshi frittiert mitzubringen.Zu Hause dann bei Herta im Garten erstmal die Fische entschuppt und auseinander genommen und dann in Öl gebadet.

Ausflug in die Usambara Berge und nach Bagamoyo

Auf gehts, das Land etwas erkunden!Ich fahre mit dem Bus ca 5h nach Korogwe bzw lutindi auf den Berg, wo Anne und Jana ihr Praktikum mit world unite in einer Psychiatrie machen. Beide hab ich zwar nur kurz anfangs in Moshi kennen gelernt, aber wir haben uns so sympathisch gefunden dass ich meinte ich würde sie dann mal in Lutindi besuchen. Es ist zwar wahnsinnig weit oben aber dafür wird man mit einem wahnsinns Ausblick belohnt!

Aber auch hier ist relativ frisch und leider gerade an dem Tag, an dem ich die Gegend erkunden wollte war es neblig und es hat genieselt. Egal, bin trotzdem raus und es war echt magisch allein durch den nebligen Wald zu spazieren (Ich war zwar bepackt mit der Kamera, nur leider gibt es keine Bilder mehr, da sie mir in bagamoyo geklaut wurde)

Am 3.Tag gings dann in der Früh los nach Bagamoyo. Den Berg runter gehts nur leider mit den Motorrädern und war nach dem Wetter gar nicht so einfach mit dem Schlamm… Teils mussten wir schieben und uns durch den Matsch kämpfen.Mit dem Bus dann 5h später endlich in Bagamoyo an der Küste angekommen wo uns warmer Sonnenschein und das Meer begrüßte, was direkt am Hotel lag 🙂Nachmittags noch einen Spaziergang durch die Stadt gemacht und alte ehemalige Kolonialbauten der gesehen (war damals wichtige Handelsstadt und leider auch Sklavenhandelspunkt ). Heute ist alles aber recht heruntergekommen, besitzt aber auch nen gewissen Charme.Unser schönes Hotel „funky squids“Abends uns dann eine leckere Holzofen pizza in der Stadt gegönnt!Und just an diesem Abend wurden unsere Zimmer aufgebrochen!!(jana und Anne in einem, ich in nem separaten).Wir saßen noch ein wenig an der bar, nicht weit vom Zimmer entfernt. Zurück entdeckten wir das die Tür der Mädels aufgebrochen und bei mir das Schloss irgendwie geknackt wurde. Alle unsere elektronischen Geräte weg! Bei mir meine geliebte Kamera samt Tele objektiv und bei den anderen Kamera, netbook, E-reader und tablet.Ziemlich schockiert darüber, waren wir aber trotzdem froh, dass wir wenigstens noch Handys, Pass und Geld haben und nicht persönlich involviert bzw bedroht wurden. Den 2.Tag dann hauptsächlich bei der Polizei verbracht um noch irgendeine Bestätigung zu bekommen die wir bei der Versicherung einreichen können. Finden werden wir unsere Sachen aber nicht mehr, die sind über alle Berge…

Die letzte Arbeitswoche im camp

Die Tage kam die Cousine von unserer Köchin um uns die Haare zu flechten. Irgendwie wollte ichs mal ausprobieren und wieder mal was neues mit meinen Haaren machen. So faszinierend welch verschiedene Flechttechnicken es gibt! Nur leider hatten wir ein Missverständnis und ich bekam nicht die Zöpfe die ich mir eigentlich vorgestellt hatte sondern eine gedrehte Version. Egal. War recht ungewohnt alles so mit schwarzem kunsthaar drin und sehr fest, dafür aber endlich mal die langen Haare aus dem Gesicht. Aber nach ner Woche musste das ganze auch weichen da es auf Dauer ziemlich unbequem ist und die Kopfhaut extrem angespannt ist.

Zusammen mit meiner Gastschwester und nem Nachbarjungen haben wir alles wieder rausgezogen und schwupps hatte ich mal kurz ne löwenmähne 🙂 ein Experiment wars wert, im Dorf gabs aber dafür viel positive Rückmeldung, so schlimm kanns also nicht gewesen sein.

Für die Baumschule haben wir vor kurzem ein wenig außerhalb Moshis an der Strasse Samen vom sogenannten „Christmas tree“ gesammelt um Sätzlinge zu ziehen.

Die Samen aus den Hülsen

Seit ner Woche haben wir auch nen neuen Mitstreiter, den Giovanni (29) aus bella Italia. Zur Entspannung gabs dann vor kurzem n filmabend nach der Arbeit mit Bier, Cola, chips und Keksen!

Links: unsere Köchin Happy (sie heisst wirklich so), Giovanni, Isa und Maimu (ein Handwerker)Rechts: ich, Pascal und Risiki (auch Handwerker)

…und es wird immer grüner bei uns!Immer mehr Hecken und Grasflächen kommen dazu.

Montags haben wir „community work“ und gerade sind Wege dran, die von Unkraut befreit werden und Hecken die wir kürzen.

Im camp wird das Gras langsam!

Ein paar Eindrücke noch aus Mweka und moshi.

Hier wird im Moment die Strasse aufgerissen, erweitert und bald geteert.

…wenn du am nächsten Morgen plötzlich in Abgrund fällst…

Moshi:Immer wieder irritierend diese Kombi aus Soldat und dem Spruch“Wasser für Leben“ (auf nem Kreisel)

KNCU (Kilimandscharo national coffee Union)

Die daladala Station mit dem kili im Hintergrund.

Ab August werde ich nur noch sporadisch im camp sein und mal mehr noch das Land erkunden.

2 Tage in die usambara Berge, 1 Tag nach Bagamoyo an die Küste, ne Woche an den Viktoriasee, 4 Tage auf Safari (Serengeti, ngorogoro, Tarangire NP) und ab 21. dann zurück nach Sansibar und dort nochmal mitarbeiten, Interviews führen und nochmal an den Anfang der Reise erinnern. Und am 1.9. dann zurück in die Heimat. Wahnsinn, schon bald sind 6 Monate rum!

Dorfleben

Zum Abschied gab’s noch ein gruppenfoto mit meiner alten Gastfamilie.

Und das ist nun mein neues Heim. Hier wohne ich mit Mama, Baba, Hassani und Sia (28 und 14, meine Gastgeschwister). In dem gemauerten Haus wohnen wir Kinder und dort ist auch das Wohnzimmer.

Hinter dem Haus haben wir links ne Wiese und direkt ein Bächlein.

Die zweite Hütte ist eine, für die „Chagga“ (indigene Gruppe um den kili) typische Behausung. Früher wurde dort gewohnt, gekocht und mit den Tieren zusammen gelebt. Da es in der Umgebung nicht so viel freie Fläche gab und man die Tiere vor krankheiten im wald schützen wollte, hat man sie „im Haus “ gehalten. Bei uns sind tatsächlich noch eine Kuh und Schafe drin. Gekocht wird dann direkt daneben und die Mutter schläft auch in der Hütte (tierrechtlich sehr fragwürdig, da sie nie nach draußen kommen, wenig Platz haben und immer dem kochdampf ausgesetzt sind)

Draußen gibt es nochmal ne kleine Feuerstelle und links davon braut die Gastmutter Bananenbier .

Hier beim ugali (Maisbrei)kochen

Und drum rum überall Bananen

Im camp siehts mittlerweile echt wohnlich aus, da wir die Flächen vor den Gebäuden mit Rasen (-Stücken) bepflanzen. So richtig grosse Stücke sind s nicht, da viel beim Transport auseinander is, weshalb es doch recht mühselig is (oder meditativ :D)

Wir haben seit nem Monat Pascal aus Hamburg bei uns und hatten ne Woche Besuch von ner familie, die jetzt aber weiter nach Kenia sind.

Hinten: Pascal, Barbara, Frank

Vorne: Isabel, ich, Gesa und Eske

An nem Wochenende sind Salome, Isa und ich mit nem guide zu ner Massai Gruppe gefahren und haben dort traditionellen Tanz mitgetanzt und uns wurde viel über das Leben und die Traditionen erzählt. Aber auch hier haben viele ein Handy; Globalisierung und Kapitalismus machen keinen Halt. Im ganzen ein sehr komplexes Thema und zweischneidiges Schwert, was mich hier sehr beschäftigt.

Danach gings zur Erfrischung noch zu den Hotsprings. Zwar sehr viele Menschen unterwegs gewesen, aber trotzdem schön und faszinierend wie klar das Wasser ist!

Nach Regen folgt Sonnenschein

Es war jetzt den letzten Monat doch turbulenter und ich hatte ein Tief, war psychisch etwas müde von einigen Dingen, hatte glaube ich einen noch größeren Kulturschock als zuvor und war zum teil sehr betrübt über einiges. Gerade in der Gastfamilie war es doch sehr einsam und der einfache Standart und mein dunkles kleines Zimmer haben auf Dauer belastet, weshalb ich mit Hilfe meiner Koordinatorin ab morgen in eine andere Gastfamilie ziehen werde. Es wird zwar von der Ausstattung nur ein wenig besser sein, dafür ist es aber eine grössere Familie und ich hoffe dass das Gemeinschaftsgefühl grösser ist. Trotz allem war es eine gute Zeit, ich habe mich mit meinem Gastvater gut verstanden und sie waren sehr bemüht um mich.Die letzten Tage haben wir zu zweit zum Beispiel Kaffee Bohnen im Garten geerntet!Zunächst sind die Bohnen grünSobald sie rot sind können sie gepflückt werden.War noch nicht sooo viel, aber ab jetzt wird jede Woche ein bisschen geerntet.Danach gehts in eine Dresche, bei der die erste „Hülle fällt“.Diese werden dann getrocknet, dann kommt noch einmal eine Schicht ab und zuletzt wird geröstet. Er meinte dass ich auch trotz Umzug ihm noch weiter helfen kann. Bin sehr froh wie problemlos wir das ganze dann doch beenden konnten und wir trotzdem dankbar für die Zeit waren.In der Nähe vom camp haben wir vor kurzem das „mweka gate“ zum Kilimandscharo besucht. Hier kommt ein Grossteil der Wanderer wieder vom Berg. Camp und gate sind auf ca 2000m Höhe und schon die Hälfte vom kili! Zwar war ich dann nicht ganz oben aber immerhin zur Hälfte 😉So tun als ob 😉Mit schönem Blick auf moshi runter.Und wir haben schon einige Bäumchen wieder gepflanzt. Dieses mal mit ner Gruppe der „international school“.Isa, aus Sansibar ist auch wieder mit dabei. Und seit dieser Woche noch Pascal, 18, aus Deutschland.