Die Zeit geht super schnell rum und ich habe nur noch 3 Wochen in Kitogani im Forest camp. Dann gehts weiter fuer 4 Wochen nach Nungwi in den Norden und dann im Juni die letzten 3 Monate vorraussichtlich nach Moshi, zumindest ist schonmal der Flug dahin gebucht, wie lang ich dort tatsaechlich bleibe sehen wir dann.
Freu mich schon auf die neuen Orte, aber merke auch dass mir das Camp fehlen wird. Zwar sitzt man hier eng beieinander und Routinen wiederholen sich Tag fuer Tag, weshalb ich manchmal Abwechslung suche, aber eigentlich ist es auch toll, langsam ein Alltagsgefuehl zu entwickeln und mehr und mehr anzukommen.
Ein paar Wochen zuvor hat mich der beruechtigte „Kulturschock“ erwischt und ich war ein paar Tage etwas schlecht drauf, konnte einige Sachen nicht so geniessen und habe mich nach zu Hause gesehnt. Obwohl ich wusste, dass es normal ist und dass es auch nach einiger Zeit vorbei gehen wird, habe ich doch Schwieirgkeiten gehabt es zu akzeptieren. Man merkt wie man manchmal mit kulturellen Unterschieden kollidiert und es schweirig fuer einen ist die Frauen und Maenner Rollen zu akzeptieren. Ein anderer Punkt ist ausserdem dass man als Weisse hier auf „dem Land“ einfach auffaellt und immer angeschaut wird, manch einer ruft etwas hinterher (oft aber auch nur aus reiner Freundlichkeit)und du wirst haeufig als die „reiche weisse Touristin“ gesehen (vorallem in der Stadt). Auch hier herrschen Vorurteile und Verallgemeinerungen und man spuert es, wie es ist, mit einer anderen Hautfarbe aufzufallen und in der Minderheit zu sein, auch wenn man eigentlich diese Unterscheidungen fuer irrelevant haelt und keinen Unterscheid machen moechte. Lernt man die Leute aber intensiver kennen oder begenet ihnen oefter wird die Situation entspannter. Auch wenn ich natuerlich das nicht von allen verlangen kann und ich fuer die meisten eine weisse reiche Touristin bleibe, gehe ich mittlerweile entspannter mit der Sache um und ignoriere auch einen Teil. Freue mich dann umso mehr, wenn Begegnungen entstehen und man in kontakt mit den locals kommt. Hier herrscht vorallem eine super Gastfreundlichkeit und alle sind fuereinander da. Gemeinschaft und Familie ist auch wichtiger als das einzelne Individuum.
Ein anderer Punkt der mich sehr beschaeftigt ist der viele Muell und das viele Plastik, was man leider ueberall in der Natur findet. Hier ist es noch ein ganz anderer Umgang damit und das Umdenken, das Plastik schaedlich fuer die Umwelt ist, findet ganz langsam statt. Hier fehlen finanzielle Mittel, Bildung und Aufklaerung und die Infrastruktur um eine Art Muellabfuhr bzw Recycling einzufuehren. Deshalb wird hier nur verbrannt oder vergraben, was keine wirkiche Loesung ist, aber im Moment gibt es keine andere Moeglichkeit. Es gibt wohl in Darresalam in Tansania eine Firma die Flaschen recyclet aber auch diese sind nicht wirklich auf der Insel aktiv. Fuer uns ist dann eine Art „Aufklaerungsunterricht“ ueber Plastik und die Folgen manchmal etwas ernuechternd wenn die Kinder spaeter ihren Muell trotzdem weiter auf den Boden werfen. Ein langer Prozess, den wir zumindest ein bisschen begleiten und beeinflussen.Wir versuchen trotzdem motiviert zu bleiben.
Wir sind oefter mal mit ein paar Maedels unterwegs, die im Zala Park arbeiten und wohnen.
Hier beim Essen in Stone town. Seeehr lecker!

Die Tage haben wir in Jozani in der Schule wieder einmal gemalt, dieses Mal was aus nem Biobuch



Am Samstag sind wir an einen Strand gefahren um den Vollmond anzuschauen, ein Weinchen zu trinken und zu essen und das Wasser zu geniessen. Wir waren eigentlich die einzigen dort und haben den Mondaufgang am Meer sehr genossen!
Hingefahren, wie schon oefter mit einem Truck und wir hinten auf der Laderampe! Mega der Spass so rumzufahren!





Eines unserer grossen Projekte ist das Schulhaus in Charawe. Dieses wurde schon durch Spenden von anderen Freiwilligen aufgebau. Im Moment sind wir beim Boden und haben die Tage 3 Raeume betoniert. Das ganze Dorf und vorallem fast alle Kinder waren mit Begeisterung dabei und wir haben mit einfachsten Mitteln aber dafuer mit viel Spass im Matsch die Boeden errichtet.

Zuerst mussten wir den Untergrund hacken und 3 Trucks mit Steinen fuellen

Es mussten kleine Steine, Sand, Wasser und Zement hergebracht und gemixt werden.


zwei, drei Baurarbeiter haben unterstuetzt


Dieser kleine Kerl wollte die ganze Zeit mithelfen und hat angefangen zu schreien, wenn man ihm den Eimer aus der Hand nehmen wollte 🙂 so ein suesser Fratz

Superwomen!


