Jetzt ist es schon eine Woche her, das ich hier auf dieser paradiesischen Insel bin..Die Zeit geht mal wieder schneller rum, als man denkt!
Die Organisation „world unite“ bietet hier auf der Insel verschiedene Projekte vorallem Richtung Naturschutz und Nachhaltigkeit an. Hierzu gibt es das Schildkroetenprojekt in Nungwi, im Norden der Insel (dorthin werde ich vermutlich im April fuer einen Monat hin), ein Projekt in Stonetown, der Hauptstadt, zum Thema “ UNESCO Weltkulturerbe“ und dann eben jenes hier in Kitogani, in der naehe des Jozani Nationalparks im Sueden der Insel. Hier wohnen wir gerade zu dritt ( 2 andere deutsche Maedels und ich) im „Mother-nature Umweltschutzcamp“, das zusammen mit Leuten aus dem Dorf errichtet ist und tatsaechlich ziemlich oeko aufgebaut ist. Wir haben hier eine Komposttoilette, warmes (und aber auch kaltes ;)) Wasser durch eine Solaranlage, die Wasser erhitzt, versuchen hier so gut es geht auf Plastik zu verzichten, haben viele up-gecycelte Objekte in unseren Zelten und leben hier eben relativ einfach in doppelwandigen, vor Mosiktos geschuetzten 6 Bett- Zelten. Und drum herum wachsen Mangos, Papayas, Bananen und Maracujas 🙂 Um dann an unsere „Arbeitsplaetze“ zu kommen, gibt es einige Fahrraeder mit denen es schnell ins Dorf geht. Alles in allem recht ab von touristischen Gebieten und eben schoen im Wald (Gerade im Moment laeuft zum Beispiel ein Huhn mit kleinen Kueken an mir vorebei !). Internet habe ich hier durch eine SIM karte und einer Flat, mit der ich hier eigentlich ueberall ins internet kann und auch Empfang habe ( mehr als mancherorts in Deutschland….)
Mohammed ist einer der Dorfbwohner, der uns Voluntaeree anleitet, das Camp managed und auch den Zala-Park organisiert (hat Biologie studiert) in dem wir ab und an mit anpacken. Dort haben wir die letzten Tage ein Haus gestrichen, was als Unterkunft dient und haben gestern eine Tour durch gemacht um zu schauen, was es noch so zu tun gibt. Es ist zwar einiges was noch nicht so leauft, die Mitarbeiter teils nicht genau unterrichtet sind, was welches Tier braucht und die Infrastruktur muss noch ein bisschen aufgepeppelt werden, aber an sich ist die Idee des Parkes echt schoen! Er moechte hier Kindern und Schulklassen ein Bewusstsein fuer Tiere schaffen, da einige wie Eidechsen, Schildkroeten oder Schlangen oft aus verschiedenen Gruenden getoetet werden ( aus Angst, Aberglaube, Spass, als Nahrung oder wegen des Fells\ der Haut). Hierzu macht er Fuerhungen durch die Gehege und unterrichtet sozusagen ein wenig die Kinder in Sachen Tierschutz. Wie und warum genau es zu dieeser Angst vor den Tieren bzw allgemein der Umgang mit Ihnen kommt, moechte ich die naechsten Monate ein wenig untersuchen und hierzu ihn auch noch genauer befragen. Im Zala Park gibt es Schildkroeten, Chamaeleons, 2 Pythons, Meerschweinchen und Hasen, eine mini Antilope und Fische. Es kommen aber wohl demnaechst noch ein paar weitere.
Ansonsten haben wir die Tage noch eine „Orientierungs-tour“ gemacht, sind durchs Dorf gefahren und waren vor kurzem noch in der Jozani Schule um den klassenraum mit dem Sonnensystem und grossen Planeten zu verschoenern. Ziemlich viel gemalt also die Tage, das war herrlich 😉 Am Wochenende haben wir immer frei und haben es letzte Woche genutzt um an den Strand nach Paje zu fahren (20 min mit dem oertlichen Dalla Dalla Bus), was dann wieder ein bisschen touristischer war, aber trotzdem schoenes, klares Wasser und Sandstrand (und leider auch sehr warmes Wasser…die Tropen halt…)
Am Sonntag kam dann noch Anna zu Besuch, meine ehemalige Mitbewohnerin aus Tuebingen, die gerade eh auf Reisen in Uganda und Kenia war und jetzt noch einen Abstecher nach Sansibar gemacht hat 🙂 Mit ihr und Marina ging es am Sonntag nach Stonetown mit einer gefuehrten Tour durch die alten verwinkelten Gassen der Altstadt. Sehr schoen, vorallem auch die Maerkte und die alten Gebaeude. Ich war aber dann auch wieder froh aus diese vollen Stadt mit diesen vielen Menschen und Touris raus zu sein….Wald ist mir bei der Hitze lieber 😉 Ein bisschen Sonnenbrand gabs schon, aber fuer meine Verhaeltnisse is das noch gar nix ! Jetzt beginnt aber bald die Regenzeit und ich bin gespannt, wie das Wetter sich dann anfuehlt.
Bevor ich gleich zur „cultural tour“ aufbreche, hier noch ein paar Bilder